Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Johannis auf Föhr
... so weit der Himmel ist ...


Liebe alle!

Der Kirchenkreis Nordfriesland hat für seine Kirchengemeinden einen Aushang entworfen. Alle Regeln für den Besuch von Gottesdiensten werden dort aufgeführt.

Den Sicherheitsabstand soll man wahren, die Hände desinfizieren, die Maske über Mund und Nase tragen, seine Kontaktdaten angeben und nicht singen.

Vor jeder Andacht fragen wir uns, ob sich die Menschen an die Regeln halten werden. Denn auch das müssen wir von Erlass wegen auf das Plakat schreiben: Wer sich nicht an die Regeln hält, soll der Kirche verwiesen werden.

Bislang hatten wir erfreulicherweise keine Probleme, wie es andernorts manchmal der Fall zu sein scheint. Einen gibt es immer, der sich im Laden weigert, die Maske aufzusetzen: „Ihr wollt mir ja was verkaufen!“

Uns selber fällt es schwer, ständig auf den richtigen Abstand zu den Menschen zu achten. Es fühlt sich ja falsch an, wenn wir uns etwas erzählen und dabei anderthalb Meter voneinander entfernt bleiben.

Sich an Vorgaben zu halten ist nicht leicht, wenn man sie für unsinnig hält, und erst recht, wenn sie gegen das eigene Empfinden laufen.

Da wäre es gut, wenn ein Gesetz tief ins Herz hineingelegt wäre, so wie es Gott verspricht. Natürlich meint er nicht die CoronaRegeln. Sondern: Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst.

Wenn das einem ins Herz geschrieben steht, geht es aber auch mit den Corona-Regeln leichter: Die sind ja kein Selbstzweck oder zur Knechtung von Menschen erfunden. Die sind dazu da, Menschen vor der Ansteckung zu schützen. Wenn ich meinen Nächsten liebe, werde ich das tun, was gut für ihn ist.

In diesen Tagen heißt das immer noch: Maske auf, wo es sein soll, und Abstand halten, wenn ich andere treffe. Die Maske kann man danach wieder absetzen, eine Ansteckung aber kann man nicht zurücknehmen.

 Kirsten Hoffmann-Busch & Philipp Busch