Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Johannis auf Föhr
... so weit der Himmel ist ...

"Hier stehe ich und kann nicht anders"

Sie stehen im Jerusalemer Tempel und können nicht anders. Petrus und seine Freunde müssen von Jesus und davon, wie er ihr Leben verändert hat, erzählen.
Am Abend zuvor hat man sie ins Gefängnis gebracht. Zum Schweigen will man sie bringen. Alles soll beim Alten bleiben.
In der Nacht kommt der Engel und öffnet die Gefängnistür und bringt die Freunde zum Tempel: Sie sollen von Gott und ihrem Glauben erzählen.
Also stehen sie dort und alle hören ihnen zu. Auch die, die sie ins Gefängnis brachten.
„Ihr sollt schweigen“, sagen sie. „Wir können nicht schweigen“, antwortet Petrus. „Wir müssen von unserem Glauben reden.“

Szenenwechsel:
Sie steht im Klassenraum ihrer Rostocker Schule. Unsicher schaut sie sich um. Sie sind zu viert, die stehen. Zwanzig sind auf ihren Plätzen sitzen geblieben.
„Wer zur Christenlehre geht“, hat die Lehrerin gesagt“, steht bitte mal auf.“ Da sind sie aufgestanden.
Sie gehen jede Woche zur Kinderstunde in der Kirchengemeinde. Sie singen Lieder, hören Bibelgeschichten, spielen und basteln.
Die Lehrerin sieht sie an. „Schaut sie euch an“, sagt sie zu den anderen. „Die glauben noch an Märchen. Ihr dürft sie einmal ordentlich auslachen.“
Ein paar Mitschüler zeigen mit den Fingern auf sie und fangen an zu lachen. „Jetzt nur nicht weinen“, denkt sie sich und schluckt.
Beim Mittagessen erzählt sie zuhause, was sie erlebt hat. „Du musst da nicht mehr hingehen“, sagt die Mutter. „In die Schule?“, fragt sie. „Zur Christenlehre“, antwortet die Mutter.
„Ich will aber“, sagt sie und geht am Nachmittag ins Pfarrhaus. „Ihr braucht nicht zu kommen“, sagt der Pastor. „Wir wollen aber“, antworten sie und ihre Freundinnen. „Wir kommen wieder.“
Als sie das Pfarrhaus verlassen, steht die Lehrerin auf der anderen Straßenseite.