Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Johannis auf Föhr
... so weit der Himmel ist ...

"Neue Anfänge nach 1945? - Wie die Landeskirchen Nordelbiens mit ihrer NS-Vergangenheit umgingen"

Im Friesendom.
Bis 10. September.
Täglich, 10 bis 17 Uhr
(außerhalb von Gottesdiensten).

Die Wanderausstellung "Neue Anfänge nach 1945?" präsentiert die Ergebnisse der mehrjährigen Forschungen von Dr. Stephan Linck. Dabei ging es um die Frage, wie die Landeskirchen Schleswig-Holsteins und Hamburgs mit der nationalsozialistischen Vergangenheit umgingen.

Das Fragezeichen im Titel verweist "auf ein Spannungsfeld, das die Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs prägte. Wie wurden in den nordelbischen Kirchen das Kriegsende und die militärische Niederlage Deutschlands empfunden und gedeutet? Wie konsequent versuchte man, mit den menschenverachtenden Sichtweisen und Denkmustern des Nationalsozialismus zu brechen? Welche personellen und inhaltlichen Kontinuitätslinien aus der NS-Zeit waren weiterhin wirksam? Wann und auf welche Weise konnten sich neue Weichenstellungen durchsetzen?" (Aus dem Ausstellungskatalog.)

In sechs Themenfeldern gibt die Ausstellung auf diese Fragestellungen zum Teil erschreckende Antworten. Einen ersten Eindruck vermittelt die Internetpräsenz der Ausstellung. Ihre ganze Wirkung entfaltet die Ausstellung vor Ort im Friesendom.

Dort ist auf drei Tafeln auch das "lokale Fenster" zu sehen. Es widmet sich dem Pastorenleben von Fritz Gottfriedsen, der von 1946 bis 1962 an St. Johannis auf Föhr tätig war. In der NS-Zeit amtierte er als Propst von Südtondern. Zuvor und auch in der NS-Zeit wirkte er in der Nordschleswigschen Gemeinde.

Das "lokale Fenster" kann auch hier geöffnet werden.