Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Johannis auf Föhr
... so weit der Himmel ist ...

Die Krippengruppe

Eingewöhnung in der Krippe

Um das Kind möglichst behutsam und stressfrei an die erste Trennungsphase von den bislang wichtigsten Bezugspersonen heranzuführen, legen wir Wert auf eine gut vorbereitete und individuell ausgerichtete Eingewöhnungsphase.

Jedes Kind hat die Möglichkeit, zwei Monate vor dem Eintritt in die Krippengruppe für einen Tag in der Woche den Tagesablauf des Kindergartens kennen zu lernen. Das Kind und das Elternteil gewöhnen sich langsam an den Kindergartenalltag. Es wird eine gegenseitige Beziehung zwischen Eltern, Kind und Erzieherin aufgebaut. Diese Vertrauensbasis ist die Grundlage für eine erfolgreiche Eingewöhnung.

Ein zusätzlicher Wegbegleiter (Kuscheltier, …) gibt dem Kind Halt, Sicherheit, Schutz, Geborgenheit und Vertrauen.

Ab August besucht das Kind täglich die Krippe. Bei Bedarf werden die Kinder noch von einem Elternteil begleitet. Es wird ein Fach ausgesucht, das mit einem Foto versehen wird – das Kind ist somit ein festes Mitglied des Kindergartens.

Wir geben jedem Kind die Möglichkeit, die Eingewöhnung individuell zu gestalten.

Bei Bedarf und Möglichkeit kann ein Geschwisterkind die Eingewöhnung unterstützen.

Ein festes Ritual ist das Verabschieden der Eltern am Fenster.

Bildung in der Krippe

Grundsätzlich bieten wir den Kindern alles an, was ihnen Freude und Spaß bereitet und ihre Entwicklung unterstützt. Dabei orientiert sich unsere pädagogische Arbeit an dem Erfahrungs- und Entwicklungsstand der Kinder.

Ein wichtiger Bestandteil für Krippenkinder ist hierbei die ganzheitliche Förderung durch die Sinneserfahrung. Hören, Sehen, Schmecken, Riechen und Tasten sind von großer Bedeutung, um sich selbst und seine Umwelt wahrzunehmen. Hierzu werden Projekte durchgeführt, bei denen die Kinder Geräusche erraten, barfuß laufen, Lebensmittel probieren, Gegenstände fühlen …

Außerdem haben die Kinder jederzeit die Möglichkeit, mit den unterschiedlichsten Materialien wie Papier, Knete, Fingerfarben und Naturmaterialien Erfahrungen zu sammeln und somit ihre Kreativität anzuregen. Durch Sprechen, Singen, Fingerspiele und Bilderbuchbetrachtung fördern wir die Sprachentwicklung der Kinder.

Die Freude an Musik wird durch Singen, Bewegungsspiele, Tänze und Musizieren mit Orffschen Instrumenten unterstützt.

Die motorische Förderung geschieht unter anderem durch Ballspiele, Schneiden mit der Schere und Fahren mit Fahrzeugen. Es ist uns wichtig, die Persönlichkeit eines Kindes zu respektieren und behutsam mit ihm umzugehen.

Auch kleine Kinder setzen sich bereits aktiv mit ihrer Umwelt auseinander und bestimmen ihre Entwicklung mit. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, auf die individuellen Bedürfnisse und Interessen des Kindes einzugehen. Dazu ist es notwendig, das einzelne Kind gut zu beobachten.

Der frühkindliche Lerncharakter eines Kindes ist geprägt durch die kindliche Neugier, sein Interesse und seine Begeisterungsfähigkeit.

Freude, Zuneigung, Zärtlichkeit, aber auch Wut und Enttäuschung sind Gefühle, die bei uns einen Platz finden und unterstützende Begleitung erfahren. Dies ist eine Voraussetzung für die Entfaltung der gesamten Persönlichkeit.

Zu den speziell geförderten Kompetenzen gehört die Sozialkompetenz, in der das Kind seinen eigenen Körper entdeckt, das Selbstwertgefühl stärkt, den Umgang mit Konflikten lernt, sich in der Bewältigung von Veränderungen stärkt, den Umgang mit anderen Kindern lernt und in der Krisenbewältigung die Frustrationstoleranz erhöht.

Die Selbstständigkeit wird durch das Erlernen des An- und Ausziehens, eigenständiges Essen, selbstbestimmtes Freispiel und die Sauberkeitserziehung aufgebaut und gestärkt.

Die Sprachkompetenz wird durch Gespräche, Fingerspiele, Reime, Lieder und Musikinstrumen­ten gefördert.

Durch Tanzen, Spaziergänge, Schaukeln, Wippen, Fahrzeuge Fahren, Treppen Steigen und Fang­spiele werden Bewegungsmöglichkeiten im Alltag angeregt.

Tagesablauf in der Krippe

Von 7.30 Uhr bis 9.00 Uhr kann das Kind gebracht werden. In dieser Zeit findet das Freispiel statt. Dem Kind wird die Möglichkeit gegeben, verschiedene Spielangebote wahrzunehmen.

Nach dem Freispiel werden Projekte durchgeführt. Danach wird gemeinsam aufgeräumt. Wir versammeln uns alle in der Kuschelecke zum Singen, Vorlesen, Erzählen …

Wir waschen gemeinsam die Hände, und danach holt jedes Kind seine Kindergartentasche und setzt sich an den Tisch in der Gruppe.

Es wird um ca. 10.00 Uhr gefrühstückt. Es kann ein eigenes Getränk in der Flasche mitgebracht werden, ansonsten stehen Selters und Milch zur Verfügung.

Nach dem Frühstück werden alle Kinder gewickelt, oder es wird mit ihnen auf die Toilette ge­gangen. Währenddessen verweilen die anderen Kinder in der Kuschelecke.

Im Anschluss ziehen sich die Kinder an, bei Bedarf geben wir Hilfestellung.

Grundsätzlich gehen wir nach draußen und spielen dort.

Bei gutem Wetter werden gelegentlich Ausflüge mit dem Krippenwagen unternommen. Nur bei sehr schlechtem Wetter bleiben die Kinder drinnen.

Gestaltung vom Frühstück:
Die Kinder legen ihr Frühstück auf den Teller und fassen sich an die Hand. Danach zählen wir gemeinsam auf friesisch bis 10 oder auch weiter, im Anschluss sprechen wir einen Tischspruch. Es wird gemeinsam angefangen zu frühstücken.
Während des Frühstücks bleiben alle Kinder sitzen, und es wird gewartet bis alle Kinder fertig sind. Eine angenehme Gesprächsatmosphäre wird geschaffen. Ein gemeinsames Ende mit Einpacken und Abräumen bildet den Abschluss.
Die Gruppengemeinschaft wird gestärkt und ein Wir-Gefühl entsteht.

Wickelsituation:
Auch in der Sauberkeitsentwicklung geben wir den Kindern den nötigen Freiraum, um eine gewisse körperliche und geistige Reife zu entwickeln, die durch kein „Töpfchentraining“ ersetzt werden kann. Wir beobachten die Signale des Kindes und unterstützen diese.
Diesen Entwicklungsprozess unterstützen wir. Bei Bedarf beraten wir Eltern.

Schlafen:
Es wird den Kindern eine Möglichkeit gegeben, sich in einem ruhigen Raum auszuruhen.
Ein Buggy steht zur Verfügung, in dem das Kind eine kleine Pause einlegen kann und trotzdem im Geschehen dabei ist.

Übergang von der Krippe in den Kindergarten

Jedes Kind darf sich vor dem Übergang in die neue Kindergartengruppe ein neues Fach mit einem Symbol aussuchen.

Als Abschiedsritual feiern wir ein Seifenblasenfest, bei dem jedes Kind in die neue Gruppe ge­zaubert wird. Das Kind wird überrascht, indem alle Sachen und das Bild vom Kind an das neue Fach gebracht werden.

Der Übergang wird durch den Besuch von den älteren Kindern in der Krippengruppe erleichtert. Ebenso dürfen die Krippenkinder die andere Gruppe besuchen, sodass sie den Tagesablauf ken­nen lernen.

Alle Kinder der Einrichtung kennen sich im Vorfeld vom Freispiel im Freien. Dies gilt auch für die pädagogischen Fachkräfte aus den anderen Gruppen, die weitere Bezugspersonen für das Kind darstellen.

Durch Urlaubs- oder Krankheitsvertretung haben die Kinder schon vorher mehrere Bezugspersonen im Kindergarten.